Ratgeber Depressionen

Informationen und Tipps zu Depressionen

Bedeutung der Psychotherapie

Was verbirgt sich hinter einer Psychotherapie?

Eine Psychotherapie stellt eine Behandlung dar, die mit Gesprächen und Handlungen eine Beziehung zwischen dem Therapeuten und dem Patienten herstellen soll. Der Therapeut vermittelt eine Überzeugung, gibt Ratschläge und versucht, dem Patienten beizubringen, wie er seine Denk- und Verhaltensweisen sowie seine Empfindungen selbst einschätzen kann. Der Patient soll während der Behandlung lernen, seine Vergangenheit aufzuarbeiten, alte Konflikte zu verarbeiten.

Die Wirkungen der Psychotherapie sind noch unklar, basieren sie auf der therapeutischen Methode oder auf der Beziehung zum Therapeuten? Derzeit kann noch keine eindeutige Aussage getroffen werden. Die psychotherapeutischen Behandlungsmethoden besitzen eine Gemeinsamkeit und zwar die, dass der Patient mit all seinen Ängsten, seinem Verhalten und dem Erlebten vom Therapeuten verstanden und akzeptiert wird. Der Therapeut baut eine Beziehung zwischen sich und dem Patienten auf, indem er bestimmte Techniken und Vorgehensweisen praktiziert.

Auf der Basis dieser Beziehung kann der Patient neue Erfahrungen und Ansichten gewinnen, er wird lernen, besser mit seinen Depressionen umgehen zu können.

Vielfalt der psychotherapeutischen Therapien

Man hat heutzutage keine genaue Übersicht über die einzelnen psychotherapeutischen Verfahren. Jedoch sind alle Therapien zu empfehlen gegen Depressionen. Man sollte seinem Therapeuten vertrauen, dass er sich im Einzelfall für die richtige Therapieform entscheidet.

Da gibt es das Tiefenpsychologische Verfahren, welches seinen Ursprung in der Psychoanalyse von Dr. Freud, der analytischen Psychologie von Jung und noch weiteren bedeutenden Therapeuten hat. Weiterhin findet sich das Verhaltenstherapeutische Verfahren, welches lange Zeit als reine Therapie des Lernens angesehen wurde. Dabei wurde die Vergangenheit des Patienten nicht beachtet, alleine durch Bestrafung und Belohnung wurde das Verhalten des Betroffenen geändert.

Aus der Tiefenpsychologie und der Verhaltenstherapie wurden zwei weitere Behandlungen entwickelt, die Kognitive Umstrukturierung und die Interpersonelle Psychotherapie. Dann gibt es noch die Familientherapie, wobei hier das soziale Umfeld näher untersucht wird.