Ratgeber Depressionen

Informationen und Tipps zu Depressionen

Eltern und die Depressionen ihrer Kinder

Bei einer Depression des eigenen Kindes werden die Eltern dies zuerst bemerken, das basiert auf den Erfahrungen der Psychiater. Hierfür muss man die Kinder und sich selbst beobachten. Hat man beispielsweise das Gefühl, dass man von den Kindern in letzter Zeit abgelehnt wird, dann sind dies schon die ersten Anzeichen einer Depression.

Oder man verliert als Erwachsener das Interesse und die Lust am Kind und geht ihm gegenüber auf Distanz, dann können das Auswirkungen einer Depression sein. Macht sich Enttäuschung breit, weil alle Bemühungen vom Kind abgelehnt werden oder man wird mit den Bedürfnissen des Kindes, den Konflikten, der Schule, von Freunden und der ganzen Familie überfordert, dann sollte man fachliche Hilfe suchen. Man macht sich mehr Sorgen um das Kind als im Normalfall und das Gefühl des Alleinseins bricht hervor.

Ständig hat man Auseinandersetzungen mit dem Nachwuchs, man reagiert zu heftig und hat sich im Ton vergriffen, dann treten die ersten Schuldgefühle auf. Bemerkt man einen erhöhten Alkoholkonsum oder benötigt öfters eine Zigarette, damit man sich wieder beruhigen kann, sollte man darauf reagieren und das Gespräch mit einem Therapeuten suchen. Hinzu kommt noch eine Abgespanntheit des ganzen Körpers, man ist öfters krank und plötzlich treten depressive Stimmungen auf.

Bemerken Eltern solche Symptome bei den Kindern und sich selbst, dann kann dies von einer seelischen Störung des Kindes kommen. Kinder und Eltern leiden gleichermaßen unter einer Depression des Kindes, der Umgang miteinander gerät völlig außer Kontrolle.

Eltern müssen die Initiative ergreifen

Man muss die Symptome richtig einschätzen können und diese als Krankheit anerkennen. Jetzt sind die Eltern in der Pflicht, die Initiative zu ergreifen. Man sollte sich erkundigen und Informationen zusammen tragen, Beratungsstellen oder der Hausarzt sollten die ersten Anlaufpunkte sein. Man sollte sich informieren, wie eine Depression behandelt werden kann. Die Symptome einfach zu ignorieren, ist der falsche Weg und sich damit zu beruhigen, dass das Kind gerade in einer schwierigen Phase steckt, ist von Grund auf verkehrt.

Man sollte mit dem Kind über alle Sorgen und Probleme, die es beschäftigen, reden. Behutsam sollte man bei solchen Gesprächen vorgehen und das Kind auf keinen Fall einem Verhör unterziehen. Die gut gemeinten Ratschläge sollte man für sich behalten, damit kann man das Kind unter Umständen nur verschrecken. Diese Ratschläge werden dem Kind gewöhnlich nicht weiter helfen.

Man sollte Depressionen nicht herunter spielen, sondern als ernste Krankheit akzeptieren. Die Gefühle, Ängste, Sorgen und Probleme sollte man als Eltern ernst nehmen. Gerade in dieser schweren Zeit werden die Eltern am dringendsten gebraucht. Jetzt müssen die Eltern ihrem Kind beistehen und wenn nötig, ärztliche Hilfe suchen.