Ratgeber Depressionen

Informationen und Tipps zu Depressionen

Die reaktive Depression und die Anpassungsstörungen

Durch einschneidende Ereignisse kann eine Anpassungsstörung entstehen, das können die unterschiedlichsten Begebenheiten sein. Durch den Verlust des Partners, beispielsweise wenn dieser verstirbt, oder eine Trennung von diesem, kann es zu Anpassungsstörungen kommen. Solche Störungen können auch bei schweren Problemen in der Partnerschaft auftreten oder Kränkungen von anderen Menschen. Ein weiterer Auslöser kann der Tod eines Verwandten oder eines Freundes sein. Ebenso kann es nach einer Scheidung passieren, dass Anpassungsstörungen auftreten.

Frauen häufiger betroffen

Bei Frauen wurde in größerem Maße eine reaktive Depression nach dem Auszug der Kinder diagnostiziert, sie können es nicht begreifen, dass die Kinder erwachsen geworden sind. Des Weiteren kann es zu solchen Störungen kommen, wenn die Arbeitslosigkeit auf einen zukommt bzw. man sich kurz vor der Rente befindet.

Wird ein Mensch ständig beleidigt oder gekränkt und sein Selbstwertgefühl wird dabei verletzt, dann können genauso Anpassungsstörungen auftreten. Das persönliche Wesen des Menschen spielt dabei eine entscheidende Rolle, denn die Menschen sind unterschiedlich in ihren Wesensarten. Bei manchen Menschen kann es zu den genannten Störungen kommen, da sie einfach anfälliger sind und andere wiederum verkraften es besser.

Dauer der Störung

Es hängt immer vom Patienten selbst ab, wie lange eine Anpassungsstörung anhält, sie kann nach wenigen Wochen vorüber sein, genauso kann sie von längerer Dauer sein. Jedoch kann diese Anpassungsstörung auch der Übergang zu einer anderen Depression darstellen, hier kommt es wieder auf das Wesen jedes Einzelnen an. Selbst Ärzte und Therapeuten können eine reaktive Depression nur schwer von einer neurotischen Depression unterscheiden.

Eine gefährdete Personengruppe stellen die Menschen dar, die wenig Selbstvertrauen, ein gemindertes Selbstwertgefühl, den Hang zum Perfektionismus und eine gesteigerte Gewissenhaftigkeit besitzen. Auch diejenigen, die Anerkennung suchen, zu Schuldgefühlen neigen, keine Aggressionen ausleben, nie nein sagen können, den Verlust des Partners fürchten und sich an Menschen klammern sind gefährdet, an einer reaktiven Depression zu erkranken.