Ratgeber Depressionen

Informationen und Tipps zu Depressionen

Depressionen während der Wechseljahre

Ab dem 40. Lebensjahr muss eine Frau mit den Wechseljahren rechnen, hier stellt sich der Hormonhaushalt um.

Dies geschieht jedoch nicht von einem Tag auf den anderen, sondern ganz allmählich. Dabei können sich die Wechseljahre über eine Zeitspanne von fünf bis 25 Jahre hinziehen. Während dieser Zeit setzt die Unfruchtbarkeit der Frau ein.

Bei manchen Frauen treten in den Wechseljahren Depressionen auf, teilweise stärkere oder schwächere. Etwa 30 bis 40 Prozent der Frauen klagen über eine verminderte Leistungsfähigkeit, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen oder Hoffnungslosigkeit. Ebenfalls berichteten Frauen davon, dass vieles in Vergessenheit gerät, sie sind einfach nicht in der Lage, sich kleine Dinge zu merken. Des Weiteren wird über ein gereiztes Verhalten geklagt.

Es kann keine eindeutige Aussage getroffen werden, wie in den Wechseljahren eine Depression ausgelöst wird. Genauso kann man nicht mit Sicherheit sagen, wie es zu einem prämenstruellen Syndrom kommt.

In den Wechseljahren kommt es zu Verlustängsten, die können durch unterschiedliche Faktoren zustande kommen. Das kann zum einen der Auszug der Kinder sein, denn hier können sich viele Frauen nicht damit abfinden, dass die eigenen Kinder flügge werden und ohne die Eltern leben können. Zum Anderen kann es auch die Gewissheit sein, dass sie keine Kinder mehr bekommen können, obwohl sie die Familienplanung schon lange abgeschlossen haben. Es können vielleicht auch Todesfälle in der Verwandtschaft oder im Bekanntenkreis auftreten, die die Frauen an das eigene Älterwerden denken lassen. Die ersten Falten machen sich bemerkbar und man stellt fest, dass man nicht mehr so viel Energie hat, wie es noch vor fünf oder zehn Jahren der Fall war. All dies sind Faktoren, die eine Depression begünstigen können.