Ratgeber Depressionen

Informationen und Tipps zu Depressionen

Wann besteht eine Depression - wann nicht?

Die Ableitung des Wortes Depression stammt vom Niederdrücken ab. Trauer, Niedergedrücktheit, Hoffnungslosigkeit und eine pessimistische Einstellung - das sind alles Symptome, die auch bei einer Depression zu finden sind. Aber nicht immer dann, wenn eines dieser Symptome auftritt, leidet der Betroffene auch gleich unter einer entsprechenden Depression.

Auch negative Gefühle wie die aufgezählten sind völlig normal für jeden Menschen und jeder wird zu irgendeiner Zeit im Leben einmal solche verspüren. Genauso werden auch positive Gefühle wie Liebe, Zuversicht oder Freude als völlig normal empfunden, wie die vielen anderen sehr schönen Gefühle, die sich im Laufe des Lebens ergeben.

Die Bandbreite der Gefühle des Menschen ist sehr weit und nur auf diese Weise ist es auch möglich, das Leben in allen Phasen in einer möglichst großen Spanne zu erleben. Wut und Ärger, wenn das eigene Auto durch Fremdverschulden beim Unfall beschädigt wurde, sind genauso normal wie der Zorn über den Arbeitsplatzverlust. Und diese negativen Gefühle sind ebenso normal wie die - zugegeben angenehmere - Variante der Gefühle, wenn die Freude über einen Lottogewinn zu verspüren ist.

Stimmungen und Gefühle sind in erheblichem Maße von äußeren Einflüssen abhängig. Sämtliche sozialen Beziehungen, also die Familie, der Partner, die Arbeitskollegen, aber auch Nachbarn und weitläufige Bekannte können mehr oder weniger intensiv unser Befinden beeinflussen und das eben sowohl in positiver als auch in negativer Hinsicht.

Und auch die Umgebung selbst nimmt Einfluss auf unsere Gefühle. Lautstärke, Hitze, Kälte und auch die gesamte Atmosphäre in der Umgebung prägen die Stimmungslage. Dazu gesellen sich noch innere Faktoren des Menschen und die werden zum Beispiel von Hunger und Durst, Langeweile, Ausgeschlafenheit, körperlicher Fitness, Krankheit und zahlreichen anderen Faktoren geprägt.

Wenn einer oder verschiedene der genannten Faktoren die Stimmung beeinträchtigen, ist dies nicht mit einer Depression gleichzusetzen, denn diese aus dem Umstand heraus entstandene negative Stimmung bezieht sich auf diesen Umstand und verbessert sich, wenn der Faktor nicht mehr vorliegt.

Im Regelfall hat die Psyche des Menschen auch eine nicht zu unterschätzende Kraft zur Selbstreinigung und zur Selbstheilung, damit wir ungünstige Umstände besser verkraften und günstigstenfalls auch irgendwann diese Umstände wieder in den Hintergrund rücken oder in Vergessenheit geraten.

Normale Stimmungsschwankungen sind wichtig für die Psyche, denn nur die Kombination aus guter und schlechter Stimmung sorgt für Ausgewogenheit und eine gesunde Psyche. Schlechte Tage werden von guten gefolgt und sorgen für eine Vorfreude auf diese guten Zeiten.